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Eskimo MärchenDie entflohenen Weiberübersetzt von Paul Sock (Grafik: Geraldine Morgan) |
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Vor langer Zeit zankten sich
zwei schwangere Frauen mit ihren Männern und verließen ihre
Familien und Freunde, um allein zu leben. Nachdem sie weit gewandert waren,
kamen sie an einen Platz, Igdluqdjuaq genannt, wo sie zu bleiben beschlossen.
Es war Sommer(,) als sie ankamen. Sie fanden viel Rasen und Torf und große
Walrippen, die am Strande bleichten. Sie errichteten ein festes Gerüst
aus Knochen und füllten die Zwischenräume mit Rasen und Torfstücken
aus. So hatten sie bald ein gutes Haus, in dem sie leben konnten. Um Felle
zu bekommen, machten sie Fallen, in denen sie genug Füchse fingen,
um sich daraus Kleider zu machen. Manchmal fanden sie die Leichen gestrandeter
Seehunde oder Wale, die an die Küste gespült waren; von diesen
aßen sie das Fleisch und verbrannten den Speck. In der Nähe
der Hütte war auch ein tiefer, schmaler Renntiersteig; über
diesen spannten sie einen Strick, und wenn die Tiere vorübereilten,
verwickelten sie sich darin und erwürgten sich selbst. Außerdem
war noch ein Bach mit Fischen in der Nähe des Hauses, und so waren
sie mit reichlicher Nahrung versehen. |