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Vor langer Zeit, als das Wasser
noch die Erde bedeckte, lebten die Menschen von der Nahrung, die sie in
Überfluß fanden. Nichts wußten sie zu jener Zeit von
Tieren am Land oder im Wasser. Schließlich ging aber das Wasser
zurück und aus den Seegräser wurden Bäume, Büsche,
Sträucher und Gras. Die langen Seegräser wurden Bäume,
die kleineren Arten Buschwerk und Gras. Das Gras wurde auf allerlei Art
durch das Walroß an die verschiedenen Orte gebracht und erst später
kamen die Bäume zum Vorschein.
Eine Frau, die ihren Mann verloren hatte, lebte bei Fremden. Als diese
ihren Wohnort verlegen wollten, entschlossen sie sich, nach einer Landspitze
in einiger Entfernung zu reisen. Die Frau, die von ihrer Mildtätigkeit
abhängig war, wurde ihnen zur Last und sie wollten sie los werden.
Sie schafften nun alle ihre Habe ins Familienboot und als sie unterwegs
waren, ergriffen sie die Frau und warfen sie über Bord. Die strengte
sich nun an, wieder ins Boot zu kommen und wie sie es ergriff, schnitten
die anderen ihr die Finger ab. Die fielen ins Wässer und verwandelten
sich in Seehunde, Walrosse, Walfische und Eisbären. Die Frau verschrie
in ihrer Verzweiflung deren Los, um sich für die an ihr begangene
Grausamkeit zu rächen. Der Daumen wurde ein Walroß, der Zeigefinger
ein Seehund und der Mittelfinger ein Eisbär. Wenn die ersten zwei
dieser Tiere einen Mann sehen, so suchen sie zu entfliehen, damit ihnen
nicht geschehe wie der Frau.
Der Eisbär lebt sowohl an Land wie im Wasser, aber wenn er einen
Mann bemerkt, fällt ihn die Rachsucht an und er sucht ihn umzubringen,
denn er glaubt, dass jener die Frau, aus deren Finger er entstanden, verstümmelt
hat.
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